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Die Wassernuss


Eine der charakteristischsten Pflanzen des Fimon-Sees ist die Wassernuss. Sie wächst seit sehr langer Zeit in diesen Gewässern und gehört zu den besonderen Arten, die diesen Ort seit Jahrhunderten prägen.

Die Wassernuss, oder Trapa natans, wie sie wissenschaftlich heißt, ist eine einjährige Wasserpflanze. Ihr Stängel wächst unter Wasser, während ihre Blattrosetten auf der Oberfläche treiben. Dass die Pflanze schwimmen kann, verdankt sie den verdickten Blattstielen. Diese enthalten eine Luftkammer, die ihr den nötigen Auftrieb verleiht. Besonders charakteristisch ist ihre Frucht. Sie besitzt vier kräftige, spitz zulaufende Dornen und ist essbar. Als ich jung war, habe ich einige dieser Früchte selbst probiert. Dass die Wassernuss früher tatsächlich als Nahrungsmittel genutzt wurde, belegen auch archäologische Funde. Sowohl an den neolithischen Fundstellen von Molino Casarotto als auch an den von Paolo Lioy untersuchten Fundorten Pascolone und Ponte della Debba wurden große Mengen der Reste ihrer Früchte entdeckt. Die zahlreichen Überreste zeigen, dass die Wassernuss für die Menschen dieser Region über lange Zeit eine wichtige Nahrungsquelle gewesen sein muss. Bis in die 1980er-Jahre war die Pflanze im Fimon-See sehr verbreitet. Danach begann ihr Bestand langsam zurückzugehen. Der Grund dafür war die Nutria, ein Nagetier, das die reifen Früchte frisst. Dadurch wird die natürliche Vermehrung der Pflanze erschwert, und in den folgenden Jahren können weniger neue Pflanzen heranwachsen. Im Gebiet von Vicenza kommt die Wassernuss heute ausschließlich im Fimon-See vor. Gerade deshalb verdient sie besondere Aufmerksamkeit und gezielte Schutzmaßnahmen, damit die letzten noch vorhandenen Bestände dieser bemerkenswerten Pflanze erhalten bleiben können.


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