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Die städtischen Museen


Zum Abschluss lädt uns die Direktorin der Städtischen Museen von Vicenza, Valeria Cafà, dazu ein, das Naturkundlich-Archäologische Museum in Santa Corona zu besuchen.

Weibliche Stimme - Das Naturkundlich-Archäologische Museum von Vicenza und der Fimon-See sind seit dem 19. Jahrhundert eng miteinander verbunden. Man denke nur an die ersten archäologischen Forschungen von Paolo Lioy. Im Jahr 1864 entdeckte Lioy die ersten prähistorischen Pfahlbauten in den Fimon-Tälern und entschied, die bei seinen Ausgrabungen gefundenen Objekte dem damals neu eröffneten Stadtmuseum von Vicenza zu schenken. Diese Funde bildeten den Grundstock der heutigen Abteilung für Vor- und Frühgeschichte. Nach Lioy haben zahlreiche Forscherinnen und Forscher ihre Arbeit in diesem Gebiet fortgesetzt. Während des gesamten 20. Jahrhunderts und bis in die Gegenwart hinein wurden hier Ausgrabungen und wissenschaftliche Untersuchungen durchgeführt. Denn dieses Gebiet bewahrt außergewöhnliche Zeugnisse vergangener Lebenswelten und Kulturen. Die im Museum aufbewahrten Funde reichen vom Neolithikum – also von vor etwa siebentausend Jahren – bis an die Schwelle der Eisenzeit vor rund dreitausend Jahren. Die Säle des Naturkundlich-Archäologischen Museums bewahren damit die Ergebnisse von mehr als einhundertfünfzig Jahren Forschung. Doch auch aus naturkundlicher Sicht ist das Museum ein unverzichtbarer Ort. Hier werden grundlegende Zeugnisse der biologischen Vielfalt des Fimon-Sees aufbewahrt. Zu den Sammlungen gehören Süßwassermollusken, Insekten, Fische, Säugetiere, Vögel, Mineralien und Fossilien. Im Herbarium befindet sich ein einzigartiges Archiv der Biodiversität mit mehr als siebenhundertfünfzig getrockneten Pflanzen, die am Fimon-See gesammelt wurden. Ein weiteres Beispiel ist die entomologische Sammlung von Faustino Cussigh mit über fünfhundert Insekten Exemplaren aus dem Gebiet des Sees. Der Fimon-See und das Naturkundlich-Archäologische Museum von Vicenza sind daher untrennbar miteinander verbunden. Wer den See verstehen möchte, wird früher oder später auch im Museum ankommen. Und wer das Museum besucht, entdeckt dort die Geschichten des Sees. Wir laden Sie herzlich ein, beide Orte kennenzulernen und unsere Arbeit weiterzuverfolgen. Denn die Forschung geht weiter. Wir führen neue Untersuchungen durch, veröffentlichen wissenschaftliche Arbeiten und bieten ein umfangreiches Bildungsprogramm an, in dem wir täglich von Ausgrabungen, Forschungsprojekten und Sammlungen erzählen. Wir freuen uns darauf, Sie im Museum von Vicenza begrüßen zu dürfen, um hier gemeinsam die Entdeckung des Fimon-Sees zu vollenden.


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