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KÄRNTEN SILENTPLAY
Fürstenstein
Kärnten hat ein ganz besonderes Denkmal, nämlich den Fürstenstein, und zwar haben wir da die Nachricht, dass dort eine Zeremonie in slawischer Sprache abgehalten wird. Das berichtet uns im Jahre 1286 ein Abt aus einem Kloster und wir erfahren, dass der neue Fürst die Bauernkleider anzieht und das fürstliche Gewand bekommt dann später wird es einem Bauern geschenkt, einem rusticus libertus, der auf einem Stein aus der Römerzeit sitzt und er fragt den neuen Fürsten, um welchen Preis er diesen Stein verlassen soll und er bekommt ein Pferd, ein Rind und 60 Denare und sein Haus, sein Hof wird steuerfrei und außerdem, eben wie gesagt, die fürstlichen Kleider. Dann verlässt der Bauer den Stein, gibt symbolisch den Fürsten einen Backenstreich und der Fürst stellt sich dann auf den Stein und zeigt mit dem Schwert in die Himmelsrichtungen und verspricht dem anwesenden Volk; es sind mindestens 2000 Soldaten vorhanden, das er ein guter Richter sein wird und eben auch den christlichen Glauben bewahren wird. Im 19. Jahrhundert wurde dann dieser Stein wegen der historischen Bedeutung nach Klagenfurt geholt und zwar in das Landhaus und ein Maler, ein Barockmaler hat dort die geschilderte Szene dargestellt. Man hat im Wappensaal auch Tanzveranstaltungen, Bälle abgehalten und hat über den Fürstenstein ein Musikpodium gebaut und man hat dann gesagt, dass ist nicht würdig für so ein historisches Denkmal und man hat den Stein ins Landesmuseum gebracht und um das Jahr 2000 ist dann dieser Fürstenstein wieder in das Landhaus gekommen.
