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Der Klang der Natur


Hallo, ich bin Lukas. Ich arbeite als Referent für Umweltbildung im Zentrum Bildung für nachhaltige Entwicklung in Neustift.

Ich möchte dich einladen kurz innezuhalten und aufmerksam zuzuhören!

Hier, am Ufer des Eisacks, wird die Klanglandschaft von natürlichen Geräuschen dominiert.

Hier kannst du den Buntspecht hören, dessen Trommeln und Hämmern den Rhythmus des Flusses widerspiegelt. Das Geräusch zeugt von Arbeit und unermüdlicher Suche: Die Spechte kontrollieren die Populationen der Insekten, bauen Höhlen in die Stämme und bereiten so nicht nur sich selbst, sondern auch vielen anderen Arten wie Siebenschläfern und Fledermäusen ein Nest.

Dann ist da die Goldammer. Ihr Gesang erinnert an den bekannten Auftakt von Beethovens fünfter Sinfonie: (Musik einspielen). Man erzählt sich, der Komponist habe sich hier unverkennbar inspirieren lassen. Ein unscheinbarer Vogel zeigt uns somit, dass selbst die Kleinsten oft die größten Werke inspirieren können.

Neben ihm, begleitet der zierliche Zilzalp, leicht und unscheinbar – den Spaziergang entlang des Bachs immerfort mit seinem kontinuierlichen Ruf. Auch wenn ihn nur wenige je zu Gesicht bekommen, ist sein Gesang unverkennbar für alle die ihn einmal gehört haben. So zählt er auch zu den wenigen Vögeln, die, sogar in verschiedenen Sprachen, ihren eigenen Namen singen: “Zilpzalp”.

Zum Schluss, wenn wir unseren Blick gen Himmel richten, entdecken wir mit etwas Glück den Mäusebussard, den Beobachter aus der Höhe, in der Lage seine Beute aus über 1 km Entfernung zu entdecken.

Jede Art hat ihre ureigene Stimme, ihre Rolle, ihre Bedeutung. Zusammen lassen sie eine komplexe und lebendige Sinfonie erklingen, die auch uns Menschen miteinschließt.

Halte inne um zu hören, wie das Streichen des Windes und das Rauschen des Wassers mit dem Gesang der Vögel zu einem natürlichen Orchester verschmelzen. Es sind Dinge, die uns zum Verlangsamen, zum Beobachten einladen und uns vor allem zeigen, dass wir uns um unseren Planeten kümmern müssen. Denn das Überleben aller Wesen ist untrennbar mit unserem eigenen verknüpft.


1. Herzlich willkommen im Schreibmaschinenmuseum!