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Außerhalb der Stadt entlang des Eisack


Hallo, ich bin Lukas. Ich arbeite als Referent für Umweltbildung im Zentrum Bildung für nachhaltige Entwicklung in Neustift.

Ich möchte dich einladen kurz innezuhalten und aufmerksam zuzuhören!

Hier, in der Nähe der Stadt, wird die Klanglandschaft vom Verkehr dominiert: Autos, Lastwagen, menschliches Stimmengewirr. Aber wenn du genau hinhörst, tauchen zwischen dem Lärm, andere, zärtere, Stimmen auf. Jene, der Vögel.

Die Amsel, mit ihrem melodischen Gesang - verschafft sich auch durch den Autolärm gehör. Aber Achtung – lass dich nicht reinlegen: der Amsel gefällt es besonders menschliche Geräusche zu imitieren. Das Lachen der Kinder, den Klingelton des Handys oder sogar die Sirene der Polizei.

Der Spatz, mit seinem lebhaften Geschwätz, erinnert an das bunte Treiben der Menschen in unseren Städten. Gar nicht vorstellbar, er würde beim Frühstück oder Aperetivo in der Bar fehlen, wo er geduldig auf ein paar Krümel wartet.

Und nicht zuletzt die Tauben, die mit ihrem unverkennbaren Gurren eine ruhige und familiäre Note vermitteln. Mehr als alle anderen Arten, sind sie Symbol für das Städtische und das Zusammenleben. Für sie gibt es keinen Unterschied zwischen natürlichen Felswänden und den fassaden unserer Häuser.

Alle diese Tiere sind perfekt an das Leben an unserer Seite angepasst. Ihre Präsenz soll uns daran erinnern, dass die Natur nicht verschwindet, auch wenn sie manchmal verdeckt scheint, von Lärm und Beton.

Die Natur zeigt sich aber nicht zufällig – sie hängt davon ab wie wir mit unserer Umwelt umgehen. Grünräume, Gärten, nachhaltig gepflegt, Bäume, Hecken…sie alle sind Orte, die es den Vögeln ermöglichen Unterschlupf und Nahrung zu finden. Im Zuhören müssen wir uns fragen: Wie viel Platz geben wir der Natur in unseren Städten? Und was können wir machen, Tag für Tag, um sie nicht gänzlich zu verlieren?


1. Herzlich willkommen im Schreibmaschinenmuseum!